* Die Schweizer Fitnessbranche setzt ihren Rekordkurs fort und profitiert massiv vom Megatrend Gesundheit. * Besonders deutlich zeigt sich diese Dynamik in der Ostschweiz: Mit einer überdurchschnittlichen Centerdichte und gezielten Investitionen in Prävention erweist sich die Region als attraktiver Wachstumsmotor. * Laut der neuesten Studie von swiss active wächst die Branche schweizweit vor allem durch die junge Generation unter 30 Jahren.

Das Resultat der Eckdatenstudie 2025 sorgt in der Branche für freudige Gesichter: Wichtige Parameter wie die Zahlen der Mitglieder und Center, die Umsatzentwicklung und die Check-ins zeigen alle deutlich nach oben. Die Zahl der Mitglieder nahm 2025 schweizweit um 5,8 % zu. Insgesamt sind 1,45 Millionen Menschen Mitglied eines Fitnesscenters – ungefähr jeder fünfte Erwachsene. Ein neuer Rekord.
Ein detaillierter Blick auf die regionalen Daten unterstreicht die Bedeutung der Ostschweizer Kantone. Mit rund 17 Fitnesscentern pro 100 000 Einwohner in St. Gallen und Schaffhausen liegt die Region über dem Schweizer Durchschnitt von 15,9. Damit ist das Angebot in der Ostschweiz hervorragend ausgebaut und nähert sich dem Gesamtdurchschnitt der Deutschschweiz (17,4).
«Die Ostschweiz ist kein Randgebiet des Fitnessmarkts, sondern ein Kernmarkt mit Potenzial», betont Dario Danubio von swiss active gegenüber Business Class Ost. Der Unternehmer, der im St. Galler Rheintal wohnt und dort selbst vier Center-Konzepte betreibt, sieht die Region als äusserst attraktiv für Innovationen: «Die Nachfrage nach professionellen Angeboten rund um Gesundheit, Prävention und mentale Fitness steigt – viele Betreiber investieren hier gezielt in Qualität. Wer heute in der Ostschweiz ein Center führt, bewegt sich in einem stabilen Wachstumsmarkt.»
Schweizweit ist die Zahl der Fitnesscenter auf 1441 gestiegen (+3,3 %). Besonders auffällig ist der Zuwachs bei den Jüngeren: Mit einem Anteil von 26,1 % haben die 20- bis 29-Jährigen erstmals die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen als stärkste Mitgliederfraktion abgelöst. Dieser Fokus auf einen gesunden Lebensstil, der oft mit einem Rückgang des Alkoholkonsums einhergeht, spielt der Branche direkt in die Hände.
Mit 35,5 % setzt eine knappe Mehrheit der Center primär auf Gesundheit und Prävention. «Immer mehr junge Menschen in der Schweiz verbinden Fitness mit einem bewussten Lebensstil», sagt Jochen Müller, Vizepräsident von swiss active. «Das freut mich noch mehr als die neuen Rekordwerte bei den Mitglieder- und Umsatzzahlen, ist diese hohe Akzeptanz bei den jüngeren Altersgruppen für die Zukunft der Branche doch matchentscheidend»
Der Branchenumsatz kletterte auf 1,36 Milliarden Franken (+4,4 %). Obwohl das Umsatzwachstum aufgrund stabiler Mitgliederbeiträge leicht hinter dem Mitgliederwachstum zurückbleibt, ist die Stimmung exzellent: 9 von 10 Betreibern bewerten ihre wirtschaftliche Situation als gut oder eher gut.
Prof. Dr. Sarah Kobel, Studienverfasserin von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), bestätigt: «Die Fitnesscenter positionieren sich zunehmend mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Gesundheit und Training zusammendenkt. Indem die Center auf höchstem fachlichem Niveau Orte qualifizierter Betreuung, individueller Förderung und nachhaltiger Gesundheitsarbeit schaffen, entsprechen sie offensichtlich einem Bedürfnis der jüngeren, aber auch der älteren Altersgruppen.»
In der Leistungsgestaltung zeigen sich klare Tendenzen:
Zur Studie
Zusammen mit der DHfPG und der SAFS Hochschule in Zürich hat swiss active zum fünften Mal die Eckdaten der Schweizer Fitnesswirtschaft erhoben. Stichtag der repräsentativen quantitativen Studie war der 31. Dezember 2025.

* EPFL-Professor Marcel Salathé wettert gegen die Medien. Eine Studie sei vom «Tages-Anzeiger» falsch interpretiert worden. * Die Studie sage nichts darüber aus, welche Berufe in der Schweiz durch KI am stärksten gefährdet seien. * «Kein Beschäftigungsrückgang, dafür konsistentes Up-Skilling. Das wäre die korrekte Schlagzeile gewesen!», schreibt der Wissenschaftler.

* Die St.Galler Kantonsregierung will Abbruchprämien an Liegenschafts-Besitzerinnen und -besitzer für nicht mehr benötigte Bauten ausserhalb der Bauzonen ausbezahlen können. * Dazu gibt sie einen Nachtrag zum Planungs- und Baugesetz in die Vernehmlassung. * Sie dauert bis zum 21. September.

* Die Altstätter Coltene muss wegen Währungseffekten im ersten Halbjahr ein Umsatzminus hinnehmen; insgesamt setzte Coltene im ersten Halbjahr 112,8 Millionen Franken um. * Im wichtigsten Markt Nordamerika tritt man an Ort. * Das Unternehmen stellt Verbrauchsmaterial und Kleingeräte für Zahnärzte her.