* Im Rahmen des 3. Greenovation Summit wurden wieder die Greenovation Awards verliehen. * In den drei Kategorien Produkt, Projekt und Organisation wurden Unternehmen geehrt, die vormachen, wie gelebte Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung und Unternehmertum Hand in Hand gehen. * Zu den Siegern gehören Recoloop, Innoway, Ebnat, Openair St.Gallen und Gadget.

Nachhaltigkeit ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Dass echte Innovationen nicht zwingend hochkomplex sein müssen, sondern oft aus smarten Kombinationen, regionaler Kooperation und mutiger Transparenz entstehen, bewiesen die diesjährigen Award-Gewinner, welche von der Jury ausgezeichnet wurden.
Kategorie Produkt: «Recoloop» – Pragmatismus schlägt Komplexität
Nicht jede grüne Innovation muss das Rad neu erfinden. Manchmal reicht es, ein bestehendes Problem im Arbeitsalltag pragmatisch zu lösen. Den Award in der Kategorie Produkt sicherte sich die Reco Systems AG aus St.Gallen mit ihrem System «Recoloop».
In kleinen und mittleren Unternehmen scheitert konsequentes Mülltrennen oft am Platzbedarf und an schwankenden Abfallmengen. Recoloop setzt genau hier an: Die Sammelstation Recoflex passt ihr Volumen flexibel an die tatsächlichen Wertstoffströme an. Die volle Mülltonne wird abgeholt und der Kunde erhält Ende des Jahres ein detailliertes Reporting über die entsorgten Wertstoffe. Dass bei der Entwicklung mit der Fachhochschule OST Forschungsexpertiere mit eingeflossen ist, unterstreicht die Substanz hinter dem einfachen Konzept. Die Jury würdigte den Mut, eine bisher vernachlässigte Nische mit einem stimmigen Gesamtpaket zu besetzen.

Kategorie Projekt: «InnoWay & Ebnat» – Kreislaufwirtschaft auf kurzen Wegen
Echte Kooperation beweisen die Partner InnoWay aus dem thurgauischen Eschlikon und die Ebnat AG aus dem Toggenburg. Gemeinsam gewannen sie den Award in der Kategorie Projekt für ihre vorbildliche Zusammenarbeit zur Schliessung regionaler Kunststoffkreisläufe.
Statt anonymes Recyclingmaterial auf dem Weltmarkt einzukaufen, nutzen die beiden Unternehmen gebrauchte Kunststoffeimer aus der Schweizer Gastronomie. Innerhalb eines Radius von nur 35 Kilometern werden die Gebinde gesammelt, bei InnoPlastics zu hochwertigem Regranulat aufbereitet und anschliessend von Ebnat im Präzisions-Spritzguss zu einer neuen Produktlinie für Reinigungs- und Haushaltsartikel verarbeitet. In den Augen der Jury ein praktischer und stark regionaler Ansatz, der Vorbildcharakter für die gesamte Industrie hat.

Kategorie Organisation: «OpenAir St.Gallen & Gadget» – Vorreiter in Transparenz und Verantwortung
In der Kategorie Organisation ging die Trophäe an die Gadget Entertainment und das OpenAir St.Gallen. Grossveranstaltungen stehen beim Thema CO₂-Fussabdruck vor enormen Herausforderungen. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm «Green Gadget» stellt sich die Agentur dieser Verantwortung ungeschönt.
In Zusammenarbeit mit Partnern wie myclimate und Senn erfasst Gadget die Bilanzen akribisch und scheut sich nicht davor, auch die Anreise der Besucherinnen und Besucher einzurechnen. Über detaillierte Emissionsberichte wird offengelegt, wo Reduktionspotenziale liegen. Dabei kämpft die Event-Branche auch mit Zielkonflikten, wenn etwa internationale Stars mit dem Privatjet anreisen und so die Nachhaltigkeitsbilanz belasten. Die Jury zeigte sich vom ganzheitlichen Ansatz überzeugt: Unter der Initiative «Gadget Cares» und der Mitwirkung bei «Take A Stand» werden auch soziale Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Inklusion und Whistleblowing-Strukturen aktiv gelebt.

Der Greenovation Summit 2026 hat einmal mehr verdeutlicht, wie viel Innovationskraft in der Ostschweiz steckt. Die ausgezeichneten Beispiele zeigen: Die Transformation gelingt dort am besten, wo regionale Partner zusammenspannen, bestehende Muster hinterfragen und Nachhaltigkeit nicht als Pflichtübung, sondern als Chance begreifen.


* Private und unternehmerische Zukunftsfragen werden häufig erst dann angegangen, wenn sie konkret werden. * Gerade für Unternehmerinnen und Unternehmer hängen Themen wie Vorsorge, Erbrecht, Pensionierung und Unternehmensnachfolge jedoch eng zusammen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig den Überblick zu gewinnen und die richtigen Weichen zu stellen. * Wie die St.Galler Kantonalbank ihre Kundinnen und Kunden dabei begleitet, erklären David Brönimann, Leiter Unternehmensnachfolge, und Jon Lengweiler, Leiter Finanzplanung.

* Firmenschliessungen, Stellenabbau und ein schwieriges Exportgeschäft: Die Ostschweizer Wirtschaft hat zuletzt einige Rückschläge hinnehmen müssen. * Doch wie steht es tatsächlich um den Werkplatz? An der Herbsttagung von Wirtschaft Region Wil zeichneten Experten ein differenziertes Bild. * Auch die Stadt Wil gab Einblicke in ihre grossen Zukunftsprojekte.

* Die Liosaplast AG in Altstätten sucht wegen der Betriebsschliessung neue Stellen für ihre Mitarbeitenden und Lernenden. * Unterstützung findet sie beim Arbeitgeberverband Rheintal, und das ist eine Premiere. * Unter den Betroffenen sind drei Lernende, die eine Ausbildung als Kauffrau bzw. Kaufmann EFZ in der Branche Dienstleistung und Administration absolvieren.