* Beim Inspirationskaffee vom 27. Mai 2026 im Restaurant s’Madlen in Heerbrugg diskutierten Unternehmende, Investoren und Immobilienfachleute über die aktuelle Entwicklung des Rheintaler Immobilienmarkts. * Im Fokus standen Chancen, Risiken und langfristige Perspektiven von Renditeliegenschaften in der Region. * Die Preise seien attraktiv, aber weitere Steigerungen seien vorläufig unwahrscheinlich.

Renditeliegenschaften bleiben gefragt
Den wirtschaftlichen Überblick lieferte Michel Fleury vom Research-Team bei Raiffeisen Schweiz. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und steigender Ölpreise präsentiert sich die Schweizer Wirtschaft laut Fleury zuletzt vergleichsweise robust. Gleichzeitig bleibe die Nachfrage nach Wohnraum hoch – insbesondere durch die anhaltende Zuwanderung.
Mit Blick auf das Rheintal zeigte er auf, dass das starke Bevölkerungswachstum dank verhältnismässig hoher Bautätigkeit bislang gut aufgefangen werden konnte. Dennoch sei auch hier ein zunehmend angespannter Wohnungsmarkt spürbar. Besonders die Mietpreise seien seit 2022 deutlich gestiegen. Renditeliegenschaften blieben deshalb attraktiv. Künftig dürften jedoch weniger schnelle Wertsteigerungen im Fokus stehen, sondern vielmehr stabile und langfristige Mieterträge.
Immobilien bleiben ein Beziehungsgeschäft
Die regionale Perspektive brachte Roger Stieger ein. Er zeigte auf, wie sich der Markt in den letzten Jahren verändert hat: Während früher oft Käufer gesucht wurden, fehle es heute vielerorts an Verkäufern. Die tiefen Leerstandsquoten und die stabile Nachfrage würden das Rheintal weiterhin zu einem attraktiven Markt machen.
Dabei werde deutlich, dass Immobilieninvestitionen zunehmend langfristiges Denken und starke Netzwerke voraussetzen. Gerade im Rheintal spiele der persönliche Austausch weiterhin eine wichtige Rolle. Gleichzeitig sei der Zugang zum Immobilienmarkt in der Region auch für kleinere Investoren weiterhin realistischer als in vielen anderen Teilen der Schweiz.
Qualität und Planung rücken in den Fokus
Einen Blick auf die planerischen Herausforderungen warf Tobias Nüesch. Bauland auf der «grünen Wiese» werde immer seltener. Umso wichtiger seien sorgfältige Planung und qualitativ hochwertige Projekte. Gerade bei Renditeobjekten rückten langfristige Qualität und nachhaltige Entwicklung stärker in den Fokus als kurzfristige Preisüberlegungen. Zusätzlich würden neue raumplanerische Vorgaben viele Akteure künftig vor neue Herausforderungen stellen.
Der Anlass wurde von den Raiffeisenbanken Mittelrheintal und Unteres Rheintal präsentiert und von Mathias Weder, Leiter Firmenkundenberatung der Raiffeisenbank Mittelrheintal, moderiert.
Der Inspirationskaffee geht in die Pause
Mit dem Anlass wurde der Inspirationskaffee vorläufig zum letzten Mal durchgeführt. Die Eventserie bot während mehreren Jahren Raum für aktuelle Themen aus Wirtschaft und Unternehmertum sowie für den persönlichen Austausch im Rheintal und wird vorläufig pausiert. Informationen zu zukünftigen Veranstaltungen und neuen Formaten folgen über den Newsletter auf inspirationskaffee.ch.


* Alle drei Geschäftsfelder der Raiffeisen-Gruppe haben im ersten Halbjahr zugelegt. * Die Cost-Income-Ratio hat sich deutlich verbessert. * Gleichwohl leitet die Genossenschaftsbank Sparmassnahmen ein.

* Gemäss der Juli-Umfrage gehen die Thurgauer Industriebetriebe davon aus, dass sich ihre Geschäftslage bis Ende 2026 leicht bessern wird. * Die Unternehmen des Baugewerbes erwarten verbreitet eine weitere Aufhellung ihrer Geschäftslage. * Nicht ganz so optimistisch ist man im Detailhandel. Auch hier rechnen die Betriebe jedoch mit einer etwas günstigeren Geschäftslage.

* Familienunternehmen zählen zu den resilientesten und einflussreichsten Akteuren der Weltwirtschaft. * Schweizer Familienunternehmen sind gut aufgestellt: 43 Prozent haben KI bereits breit implementiert (global: 20 Prozent). * Cyber Security sowie geopolitische Handels- und Tarifrisiken werden ebenfalls deutlich stärker gewichtet als im internationalen Durchschnitt.