* Die Widnauer Kunststoffverpackungsherstellerin Plaston Holding AG hat eine Nachfolgelösung gefunden. * Die Gründerfamilie Frei, bisher mit 51 Prozent Mehrheitsaktionärin, hat die Aktienmehrheit an die Grapha Holding AG in Hergiswil veräussert. * Grapha ist eine Beiteiligungsgesellschaft, der unter anderem Müller Martini gehört.

Im Rahmen einer langfristig geplanten Nachfolgeregelung hat sich die Gründerfamilie Frei entschieden, ihre Aktienmehrheit der Plaston-Gruppe in Widnau in Höhe von 51 Prozent an einen finanziell starken Schweizer Partner zu veräussern, die Beteiligungsgesellschaft Grapha Holding AG in Hergiswil NW. Bekanntestes Produkt des Rheintaler Unternehmens sind die roten «Hilti-Koffer», wobei die Produktevielfalt gross ist und es auch ausserhalb der Schweiz Standorte in Tschechien und China gibt. Ziel dieser Partnerschaft ist es laut Mitteilung, «die nachhaltige Weiterentwicklung, Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe langfristig sicherzustellen». Die Familie Frei bleibt weiterhin an der Plaston-Gruppe beteiligt und berät das Unternehmen weiterhin.
Neben der neuen Mehrheitsaktionärin Grapha Holding bleibt die Beteiligungsgesellschaft Nebag mit 26,3 Prozent weiterhin zweitgrösster Aktionär von Plaston.
Die bestehende Geschäftsleitung sowie der Verwaltungsrat bleiben in ihrer aktuellen Zusammensetzung unverändert. Dadurch sei gewährleistet, dass Strategie, Unternehmenskultur und operative Führung konsequent fortgeführt würden. «Ich bin als Unternehmer sehr glücklich, dass mit dieser Nachfolgeregelung die Plaston mit der heutigen Führung fortgeführt werden kann. Vor allem aber, dass die Arbeitsplätze in den drei Werken in Widnau, Tschechien und China gesichert in eine erfolgreiche Zukunft geführt werden», erklärt der bisherige Mehrheitsaktionär und Gründer von Plaston, Roland Frei (89).
Mit dem neuen Hauptaktionär gewinne Plaston einen Partner, der die zukünftige Wachstums- und Ausbaustrategie aktiv unterstütze. Für die Kunden, Partner und Mitarbeitenden bedeutet dieser Schritt gemäss Medienmitteilung «Stabilität, Verlässlichkeit und eine klar ausgerichtete Zukunftsperspektive». Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 per Ende September 2025 ging der Umsatz um 23 Prozent auf 25,2 Millionen Franken zurück, und das Unternehmen rutschte in die roten Zahlen, wie Schweizeraktien.net berichtet.
Die 1971 gegründete Grapha-Holding AG ist eine Beteiligungsgesellschaft und ein «Single-Family Office». Das sind professionelle Vermögensverwalter wohlhabender Familien, und sie legen grossen Wert auf Diskretion. Die Grapha Holding verwaltet ein diversifiziertes Portfolio an Industrieunternehmen und ist die Dachgesellschaft für Firmen wie die Druckmaschinenherstellerin Müller-Martini-Gruppe in Zofingen mit rund 1300 Mitarbeitenden, die Anbieterin von Kunststofflösungen, die Franzen-Gruppe, und die IT-Security-Anbieterin Avantec in Zürich mit rund 60 Angestellten.

* Wenige Wochen nach der Wiedereröffnung des sanierten Hofs zu Wil wird eine Finanzierungslücke von 4,9 Millionen Franken bekannt. * Mehrere offene Rechnungen sollen teilweise erst bis Ende Januar 2027 beglichen werden. * Gleichzeitig stiegen die Baukosten gemäss Stiftung von ursprünglich 25,45 auf 29,8 Millionen.

* Norbert Hodel, ehemaliger Parlamentspräsident aus Wil, kritisiert in einem Leserbrief den Umgang der Stadt mit grossen Investitionsprojekten. * Er fordert angesichts der finanziellen Situation rund um den Hof zu Wil mehr Zurückhaltung bei weiteren Vorhaben.

* Die neuen US-Zölle von pauschal 12,5 Prozent bringen für Ostschweizer Käse und Schokolade teilweise Erleichterungen, da frühere Sonderzölle teilweise tiefer ausfallen. * Trotzdem bleiben Schweizer Exporteure gegenüber der EU im Nachteil, für die ein Zoll von 10 Prozent gilt. * Grösstes Problem für die Wirtschaft bleibt laut Experten die anhaltende Planungs- und Rechtsunsicherheit, die Investitionen dämpft.