* Das Praxisintegrierte Bachelorstudium an Fachhochschulen in MINT-Fächern, «PiBS», erlaubte bisher erst als Pilotprojekt seit 2015 den direkten Zugang an eine Fachhochschule. * Das eidgenössische Parlament hat die Lösung jetzt dauerhaft eingeführt. * Mit der Gesetzesänderung erhalten die FH, darunter auch die OST, ab 2027 die Möglichkeit, in allen MINT-Bereichen definitiv Bachelorstudiengänge anzubieten, in denen die Praxiserfahrung integraler Bestandteil des Curriculums ist.

«PiBS» steht für das «Praxisintegrierte Bachelorstudium» an Fachhochschulen. Es richtet sich an Personen mit gymnasialer Matura, Berufsmatura mit fachfremdem Lehrberuf oder anerkanntem ausländischem Abschluss, die direkt an einer Fachhochschule studieren möchten. Neben dem Bachelorstudium in einem der MINT-Fachbereiche sammeln die Studierenden Praxiserfahrung in Partnerunternehmen.
Mit Gymi-Matura war der Weg an die FH nicht einfach möglich
Die gymnasiale Matura ermöglicht grundsätzlich den Zugang zu Universitäten und ETH. Für den Zugang zu einem FH-Studium muss erst ein Praxisjahr in einem für das gewünschte Fach relevanten Beruf absolviert werden. Ausnahmen gibt es für FH-Fachbereiche, in denen es keine Berufsausbildung gibt, darunter Künste, Musik oder angewandte Linguistik.
Als Pilotprojekt wurde PiBS 2015 eingeführt mit dem Ziel, dem Fachkräftemangel in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) entgegenzuwirken. Durch den berufspraktischen Teil verlängert sich das PiBS-Studium gegenüber dem Vollzeit-Bachelor-Studium um ein Jahr. Dennoch ist das Angebot bei Unternehmen wie auch Studierenden sehr beliebt. Die Studierenden-zahlen haben stark zugenommen, die Nachfrage ist grösser als das Angebot.
Eine Evaluation 2023 ergab, dass PiBS auf sinnvolle Weise gegen den Fachkräftemangel auf der Mikroebene wirkt, ohne dass negative Auswirkungen auf das Bildungssystem – namentlich eine Schwächung der Berufsbildung – bekannt sind. Deshalb haben National- und Ständerat Ende 2025 beschlossen, PiBS dauerhaft einzuführen und im Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz zu verankern. Die Vorlage hat keine finanziellen, organisatorischen oder administrativen Auswirkungen für Bund und Kantone.
Das Angebot bleibt auf MINT-Bereiche beschränkt. Eine Ausweitung auf weitere Fachbereiche wurde vom Parlament abgelehnt. PiBS soll weiterhin als Ergänzung zum bestehenden Angebot dienen. Der Regelzugang für die meisten Fachbereiche an die Fachhochschulen bleibt die Berufsmaturität.
Der Dachverband FH Schweiz und die Fachhochschulen BFH, FFHS, FHGR, FHNW, HSLU, HES-SO, OST und ZHAW stehen gemeinsam hinter PiBS und möchten damit eine zusätzliche Einstiegsmöglichkeit ins Fachhochschulstudium aufzeigen.
Mehr Infos unter www.fhschweiz.ch/pibs

* Unter dem neuen Dach des «Swiss Online Campus» bündeln Weiterbildungszentren aus dem Kanton St.Gallen sowie Bildungsinstitutionen aus weiteren fünf Kantonen ihre Online-Lehrgänge der Höheren Berufsbildung und beruflichen Weiterbildung. * Dieser neue Bildungsverbund startete am 1. Juli und führt die Angebote schweizweit durch. * Zu Beginn umfasst das Angebot Lehrgänge und Kurse in den Bereichen Wirtschaft, Management, Rechnungswesen, Personal, Marketing, Sprachen und KI.

* Zwei grosse deutsche Verbände, VDIK und ZDK, legen gemeinsam mit der HSG ein neues Programm für Führungskräfte der Automobilbranche auf. * Das berufsbegleitende Angebot richtet sich an Führungsträger aus Handel und Industrie und startet im März 2027. * Ziel ist es, Teilnehmende auf ihre Leitungsaufgaben in der Branche vorzubereiten.

* Datenschutz ist einer der häufigsten Gründe, warum Schweizer KMU Künstliche Intelligenz (KI) nicht offiziell einführen – obwohl viele Mitarbeitende KI-Tools längst nutzen. * KI Power führt deshalb gemeinsam mit der Kanzlei Binder Legal kostenlose Webinare durch und veröffentlicht ein neues Whitepaper. * Ziel ist es, Unternehmen und Gesundheitsorganisationen einen pragmatischen und rechtssicheren Einstieg in den KI-Einsatz zu ermöglichen.